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Erinnerungen an Bräuche rund um Allerheiligen und Allerseelen

 

Als alleinerziehende Mutter habe ich in den 90er Jahren mit meiner kleinen Tochter in einer Wohnung im zweiten Stock gegenüber dem Dorf-Friedhof gewohnt, meine Schwester mit ihren beiden Kindern im Erdgeschoß des selben Hauses. Wir schätzten den unverbauten Blick in die Umgebung und die ruhige Nachbarschaft 😉 Was das Ruhige betrifft, das änderte sich jedes Jahr aufs Neue in den letzten Oktobertagen: es war für uns sehr eindrucksvoll, zu erleben, wie viele Menschen zu den Gräbern ihrer Lieben „gepilgert“ sind, um diese zu putzen und zu schmücken. Am Abend wurde der Friedhof wieder einsam und still, nur hie und da leuchtete ein Grablicht auf, bis schließlich zu den Festtagen Allerheiligen und Allerseelen der Friedhof ab Einbruch der Dunkelheit in ein einziges Lichtermeer getaucht war. Oft sind wir abends am Fensterbrett gesessen und haben gestaunt und dabei die besondere Atmosphäre aufgenommen.

Unsere Hausmeisterin hat an diesen Tagen immer ein rotes Grablicht in ihr Fenster gestellt und uns erklärt, dass so die Seelen ihrer verstorbenen Verwandten die Wohnung wiederfinden können. Diesen Brauch hatten wir vorher nicht gekannt.

Aber auch wir dachten an die Menschen, die uns vorausgegangen sind, die wir gekannt und geliebt haben. Ich habe meiner Tochter Bilder von meiner geliebten Großmutter gezeigt und mit ihr über die Verstorbene gesprochen, gesagt und gezeigt, dass ich sie vermisse. Auf die Frage meiner Tochter, wo sie jetzt sei, hab ich ihr erzählt, dass meine Großmutter im Himmel ist, und dass ich daran glaube, dass wir uns einmal wiedersehen werden.

Am Nachmittag des Allerheiligentages sind auch wir auf einen Friedhof in einem nahegelegenen Dorf zur Gräber-Segnung gefahren. Danach gab es immer eine Einladung zu einem wärmenden Tee und einer guten Jause im Haus meiner Eltern.

Zu Allerheiligen wurden auch der Wintermantel und die Stiefel hervorgeholt, denn das war meist der Beginn der kalten Jahreszeit.

Apropos Jause – dazu gehört zu dieser Zeit auch der Allerheiligen-Striezel, den üblicherweise die Taufpatin ihrem Taufkind schenkt. Es ist eine liebe Geste, und der Striezel schmeckt so gut!

Aus einem Germteig mit Rosinen wird dabei ein Zopf geflochten, mit Hagelzucker bestreut und gebacken. Ursprünglich geht dieser Brauch auf  antike Trauerkulturen zurück, als es für Frauen und Mädchen üblich war, sich als Zeichen ihrer Trauer die geflochtenen Haare abzuschneiden.

Unserem Brauche nach soll die Patin ihre Liebe und ihre guten Gedanken für das Patenkind in den Striezel mithineinflechten und -backen. Ich selbst habe mich einige Male abgemüht, Striezel für meine zwei Patenkinder selbst zu backen. Doch ich bin inzwischen dazu übergegangen, diese beim Bäcker zu kaufen.

Der 1. November, also Allerheiligen, ist hierzulande schon seit einigen hundert Jahren ein arbeitsfreier Feiertag. Meine gläubige Tante erzählte mir, als ich noch ein Kind war, dass an diesem Tag alle Heiligen im Himmel ein Fest feiern. Daran erinnere ich mich alljährlich immer gerne, gerade weil das oft feucht-nebelig-kalte Wetter und die allgegenwärtige Erinnerung an Sterben und Tod sonst eher zu düsteren Gedanken verleiten möchte. Im vorigen Jahrhundert war Allerheiligen noch ein sogenannter „stiller“ Feiertag. Still deshalb, weil ab Mitternacht nicht mehr getanzt werden durfte. Das erst seit den 90er Jahren von – nach Amerika ausgewanderten – Iren und deren keltischen Vorfahren übernommene Halloween-Feiern am 31. Oktober mit seinen nunmehr ausgelassenen Partys hat das einstmals stille und eher feierliche Gedenken an alle Heiligen sowie an alle Verstorbenen nachhaltig verändert. Ich erinnere mich, als meine Tochter 11 Jahre alt war, wurde sie zum ersten Mal von einer Schulfreundin zu einer Halloween-Party in deren Villa eingeladen. Damals lebten wir in einer kleinen Stadt. Die jungen Partygäste waren verkleidet und geschminkt, es gab Brötchen und Saft, und die Süßigkeiten wurden in der Nachbarschaft erbettelt bzw. scherzhaft „erpresst“ mit ihrem Spruch „Süßes, sonst Saures“. Für meine eher behütet aufgewachsene Tochter war das bestimmt ein aufregendes Erlebnis, eine Mutprobe vielleicht, die sie zusammen mit den Gleichaltrigen bestanden hat. Die Teenies waren die meiste Zeit draußen – im Halbdunkel bzw. Finsteren – in unbekanntem Terrain. Es muss meine Tochter nachhaltig beeindruckt haben, denn sie feiert alljährlich mit ihrer Familie den Vorabend von Allerheiligen (Allhallows eve) mit Deko, Verkleidung, aufwändig und kunstvoll kreierter Jause, geschnitzten Kürbissen und mit Musik und Tanz. Das Süßigkeiten Fordern an fremden Haustüren werden ihre Kinder und kleinen Gäste im Coronajahr II auch wieder lassen. Nur an Wohnungstüren im eigenen Wohnhaus, die ein vereinbartes Erkennungszeichen tragen, werden sie klopfen; das haben sich die  Muttis über deren WhatsApp-Gruppe so ausgemacht. Schlau, oder?

 

Verfasst von Maria aus Meidling,65, pensionierte Heilpädagogin, verheiratet, Mutter einer Tochter und Großmutter von 2 Enkeltöchtern.

 

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„Abgeholt!“

Wussten Sie, dass es im Kindergarten einen Jubelruf gibt? Das ist er: „Abgeholt!“ Mama steht am Zaun. Die ganze Kinderschar ruft seinem Sprössling das Zauberwort „Abgeholt!“ zu. Und dieser rennt mit Lichtgeschwindigkeit auf Mami zu. Mit jubelnder Freude. Er wird abgeholt, er gehört zu jemandem. Er fühlt sich gewünscht, geliebt und geborgen. Kinder, die nicht als lästig empfunden werden, sondern sich geliebt und willkommen fühlen sind glückliche Kinder.

 

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Crowdfunding

Ein schweres Wort, das aber mittlerweile oft im gemeinnützigen Bereich verwendet wird. Mit Crowdfunding (auf Deutsch: Schwarmfinanzierung) wird die Finanzierung von Projekten und Ideen gemeint. Über eine Crowdfunding-Plattform wie respekt.net werden UnterstützerInnen für ein Vorhaben gesucht. Wenn Sie eine Idee oder ein Projekt gut finden, besteht die Möglichkeit, kleine oder auch größere Beträge für dieses Projekt (oder auch mehrere Projekte) zu investieren. Auf diese Weise tun Sie nachhaltig etwas Gutes.

Auch die St. Elisabeth-Stiftung versucht über die Crowdfunding-Plattform respekt.net  das Pilotprojekt “Mamas Werkstatt” zu finanzieren, um alleinerziehenden Müttern eine Chance auf eine Anstellung zu bitten. Mamas Werkstatt ist ein Social Business für junge Mütter, die einen Beruf erlernen, um Fuss auf dem österreichischen Arbeitsmarkt zu fassen. Durch die Fertigung von Produkten gewinnen sie an Selbstwertgefühl und erlernen gleichzeitig wichtige unternehmerische Kompetenzen bei der Organisation des Ein- und Verkaufs.

Haben Sie Interesse an unserem Projekt? Auch Sie können uns hier unterstützen.

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Schon mal gespendet?

Haben Sie irgendwann in Ihrem Leben Geld an eine gemeinnützige Organisation gespendet? Wenn ja, haben Sie eigentlich gewusst, dass man Spenden von der Steuer absetzen kann? So ist es zumindest bei den Organisationen, die über die Spendenabsetzbarkeit verfügen. Die St. Elisabeth-Stiftung verfügt als gemeinnützige Organisation, die Schwangere, alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern und Familien in Not unterstützt, nicht nur über die Spendenabsetzbarkeit, sondern auch über das Spendengütesiegel.

Das heißt, Sie unterstützen eine Organisation, die transparent mit den Spenden umgeht. Dabei tun Sie nicht nur etwas Gutes, sondern bekommen auch vom Staat etwas zurück. Klingt gut, oder? Wenn Sie an die St. Elisabeth-Stiftung spenden, kümmern sich die MitarbeiterInnen um die Absetzbarkeit Ihrer Spende beim Finanzamt. Bitte vergessen Sie nur nicht, Ihre vollständige Adresse sowie Ihr Geburtsdatum zu schicken, denn sonst kann das Finanzamt die Spende nicht zuordnen.

Wenn Sie die St. Elisabeth-Stiftung mit einer Spende unterstützen möchten, klicken Sie hier.

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