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 Was tun gegen Aufschieberitis?

 

Kennen Sie das gute Gefühl, wenn Sie einen Anruf hinter sich gebracht haben, den Sie schon lange vor sich hergeschoben hatten?

Oder wenn Sie ein heikles Gespräch angefangen haben, das Ihnen schon im Magen gelegen ist, und Sie jetzt erleichtert sind, weil es vorbei ist, vielleicht sogar besser vorbei als vermutet?

 

Ich kenne es gut, bin ich doch eine, die Dinge, die nicht sofort erledigt werden müssen, eher aufschiebt. So stapeln sich die Evidenzen, und überall liegen Zeitschriftenartikel herum, die ich noch lesen möchte, bevor ich sie endlich entsorgen kann.

Mein Bruder hatte dazu scherzhaft einen „Maurer-Witz“ zur Hand: „Haben wir gleich – machen wir morgen“ 😉

 

Wenn wir wichtige und weniger wichtige Dinge aufschieben, die uns im Moment keine Freude bereiten, entlastet uns das nur scheinbar. In Wahrheit bringt es Stress und andere negative Gefühle, weil das Unvermeidliche – vermeintlich Unangenehme – noch vor uns liegt. Im Fall der Zeitschriften könnte ich diese natürlich entsorgen, ohne zu lesen; da ist der Schaden gering.

 

Doch was tun, wenn ihr Kind nach der Schule das Hausaufgaben-Machen immer wieder nach hinten schiebt? Jetzt muss es noch spielen, sich erst erholen beim Chillen am Sofa, mit Freunden telefonieren, lange am Klo sitzen, sogar die Blumen gießen oder den Hamster füttern…

Wenn wir an unserem (Enkel-)Kind die Aufschieberitis beobachten, sollten wir rasch gegenlenken. Sie soll ja nicht zur Gewohnheit oder gar krankhaft werden!

 

Aber wie? Psychologen sagen zum Beispiel dazu Folgendes:

 

  • Größere Aufgaben unterteilen – und zwar in viele kleine Einzelschritte.

Gehen Sie zum Beispiel gemeinsam mit Ihrem Kind seine Hausaufgaben durch und machen Sie ihm Mut: Es ist gar nicht so viel zum Schreiben, das hast du in 20 Minuten geschafft. Und deine Rechenaufgaben hast du gestern auch ganz gut hinbekommen!

  • Wir könnten auch häufiger nachfragen, wie die Erledigung von Aufgaben vorangeht.
  • Oft wirkt auch der Anreiz einer Belohnung Wunder.
  • Kritik oder Vorwürfe unterlassen, sonst vergrößert man womöglich ohnehin vorhandene Selbstzweifel und Schuldgefühle.
  • Helfen Sie Ihrem Kind, die Zeit gut einzuteilen.*
  • Am besten finde ich, es gibt eine fixe Hausaufgaben-Zeit, bald nach dem Mittagessen. So gibt es keine Diskussionen und kaum Verzögerungen, und es bleibt jede Menge Freizeit danach als ganz natürliche Belohnung.
  • Ganz wesentlich finde ich auch: geben wir selbst ein gutes Vorbild ab!

Auch wenn wir uns schwer überwinden müssen, Pflichten nicht aufzuschieben, die Belohnung ist ein gesundes Selbstvertrauen: wir können uns selbst vertrauen – und die Kinder uns!

 

Drum mache ich jetzt schnell den Abwasch, damit einem entspannten Feierabend nichts im Wege steht 😉

 

*Aus: https://www.familie.de/schulkind/wenn-kinder-alles-aufschieben/

 

Schreiben Sie uns!

 

Verfasst von Maria aus Meidling,65, pensionierte Heilpädagogin, verheiratet, Mutter einer Tochter und Großmutter von 2 Enkeltöchtern.

 

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