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Babymassage – Wohltat für Kind und Eltern

„Die erste gemeinsame Sprache ist Berührung“ schreibt Margarita Klein in ihrem Buch „Schmetterling und Katzenpfoten – Sanfte Massagen für Babys und Kleinkinder.“ Der Tastsinn und die Berührung sind im Gegensatz zu anderen Sinneswahrnehmungen schon sehr früh in der Entwicklung bedeutsam und spielen schon im Mutterleib eine bedeutende Rolle. Bereits während der Schwangerschaft spüren Mutter und Kind sich gegenseitig, das Baby ist schützend eingehüllt in die Gebärmutter und macht sich durch Bewegungen bemerkbar. Deshalb wirken Berührungen von Beginn an wohltuend und beruhigend und vermitteln Nähe, Geborgenheit und Vertrauen.

Somit ist die Babymassage eine besondere Möglichkeit liebevoll miteinander in Kontakt zu treten und die Beziehung und Bindung zueinander zu stärken. Sie kann nicht nur dem Baby dabei helfen sich zu beruhigen, eine Einschlafhilfe darstellen oder das unangenehme Zwicken bei Blähungen reduzieren, auch für die massierende Person kann die Massage eine meditative Wirkung haben, sehr sinnlich sein und eine Selbsterfahrung darstellen.

Wichtig zu beachten ist, dass die Massage bei Beschwerden wie Bauch- oder Kopfschmerzen ein unterstützendes Mittel zur Linderung darstellen kann, jedoch bei anhaltenden Beschwerden unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden sollte! Außerdem ist eine Massage nicht unbedingt für jedes Kind angenehm und entspricht dessen Bedürfnissen. Die Massage wird mit und nicht an dem Säugling durchgeführt, weshalb sie bei Anzeichen für Unwohlsein unterbrochen werden sollte. Sie ist für Babys ab der 6. Lebenswoche geeignet.

Beispiel für eine Babymassage:

Die Massage sollte in warmer Umgebung durchgeführt werden, denn das Baby ist dabei nackt (am besten eine wasserdichte Unterlage verwenden). Sorgen Sie für eine angenehme Atmosphäre, gerne können Sie während der Babymassage summen, ihrem Kind etwas vorsingen oder Musik einschalten. Für eine geschmeidige Massage wird ein Babyöl verwendet, das vor der Anwendung in den Handfläche etwas angewärmt wird.

  1. Brust & Bauch: Die Hände gleiten in Herzform von der Brustmitte abwärts zu den Leisten und wieder zurück zur Brustmitte. Die Hände streichen abwechselnd diagonal von der linken Schulter zur rechten Hüfte und von der rechten Schulter zur linken Hüfte.
  2. Arme: Umfassen Sie das Handgelenk des Babys und streichen Sie mit der anderen Hand sanft von der Schulter bis zum Handgelenk. Umschließen Sie mit beiden Händen den Oberarm und gleiten in Drehbewegungen Richtung Handgelenk.
  3. Hände: Streichen Sie mit dem Daumen über die Handinnenfläche des Babys bis zu den Fingerspitzen. Jeden Finger einzeln, mit leicht kreisenden Bewegungen zu den Fingerspitzen hin ausstreichen.
  4. Beine: Umfassen Sie das Bein des Babys am Fußgelenk und umschließen Sie es mit der anderen Hand am Oberschenkel. Streichen Sie einige Male von der Hüfte zum Fußgelenk. Umschließen Sie mit beiden Händen den Oberschenkel und gleiten in Drehbewegungen Richtung Fußgelenk.
  5. Füße: Streichen Sie mit dem Daumen von der Ferse zu den Zehenspitzen und massieren Sie nacheinander die Zehen.
  6. Rücken: Gleiten Sie mit beiden Händen in Gegenbewegungen von den Schultern zum Po und zurück. Eine Hand ruht auf dem Po, während die andere Hand von der Schulter über den Rücken bis zum Po streicht.
  7. Gesicht: Mit den Daumen von der Mitte der Stirn in Richtung Schläfen streichen. Danach mit den Daumen über den Nasenrücken Richtung Nasenwurzel streichen und wieder hinunter über den Nasenrücken zu den Wangen. Malen Sie mit den Daumen mittels streichender Bewegungen über der Oberlippe ein Lächeln. Wiederholen Sie diese Bewegung unter der Unterlippe.

Für ausführlichere Informationen zur Babymassage fragen Sie am besten bei Ihrer Hebamme nach. Es  gibt auch Hebammen, die Kurse dazu anbieten, zum Beispiel zur Babymassage nach Frédérick Leboyer. Dieser war ein französischer Geburtshelfer, der die traditionell indische Babymassage nach Europa brachte. Außerdem gibt es zahlreiche Bücher sowie Videos auf Youtube mit ausführlichen Anleitungen zur Babymassage.

Übrigens sind Massagen nicht nur super für Säuglinge, sondern auch bei „den Großen“ sehr beliebt.

Verfasst von Magdalena Altenburger, Bloggerin und angehende Hebamme

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Liebes Tagebuch, heute war ein guter Tag!

Der Winter ist da und damit die dunkle Jahreszeit. Mit der derzeitigen Corona-Krise und einem Lockdown nach dem anderen und den Herausforderungen, die diese mit sich bringen wird es einem nicht gerade leicht gemacht, gut durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Der täglich Alltagsstress kommt da auch noch dazu und deshalb soll es im heutigen Beitrag um eine Möglichkeit gehen den Fokus etwas mehr auf das Positive des Tages zu legen und damit am Abend mit einem angenehmeren Gefühl ins Bett zu gehen.

Bei dieser Übung, die aus der positiven Psychologie kommt, handelt es sich um das Führen eines Dankbarkeitstagebuches.

Dafür kannst du dir ein Notizbuch hernehmen und jeden Abend Rückschau über die Erlebnisse des Tages halten. Dann suchst du dir drei Dinge heraus, die für dich positiv waren und für die du dankbar bist. Dabei ist es nicht wichtig, dass das Dinge sind, für die man dankbar sein “sollte” oder die besonders außergewöhnlich waren, sondern das können noch so kleine alltägliche Dinge sein, die sich aber gut angefühlt haben (z.B. ein gutes Mittagessen oder Sonnenschein/ gutes Wetter).

Am Ende des Tages noch einmal über diese positiven Dinge zu reflektieren und sie ein Stück weit noch einmal mental zu erleben, rücken den Fokus weg von den Situationen, die nicht so gut waren oder Sachen, die nicht geklappt haben, hin zu den guten Momenten. Dies stärkt auch die Wahrnehmung dieser positiven Augenblicke und diese werden auch eher wertgeschätzt und vergehen nicht flüchtig im hektischen Alltag.

Ein Beispiel für einen Eintrag in das Dankbarkeitstagebuch:

Was war heute schön?

  1. Spaziergang mit den Kindern
  2. Angenehme Dusche am Abend
  3. Schönes Gespräch mit meiner Freundin

Und ganz wichtig zum Schluss: Egal wie schief ein Tag auch gelaufen sein mag, etwas Positives wird immer zu finden sein! 🙂

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Verfasst von Magdalena Altenburger, Bloggerin und angehende Hebamme

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Hebammenberatung während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft sind im Mutter-Kind-Pass einige verschiedene Untersuchungen festgehalten, die zur Sicherstellung der Gesundheit des Kindes und der Schwangeren durchgeführt werden sollen. Dabei handelt es sich beispielsweise um gynäkologische Untersuchungen oder das Durchführen eines Ultraschalls.

Es gibt jedoch einen Termin, den einige werdende Mütter verabsäumen in Anspruch zu nehmen und zwar die Hebammenberatung. Diese kann zwischen der 18. und 22. Schwangerschaftswoche vereinbart werden und wird zur Gänze von der Krankenkasse übernommen. SIe ist eine beratende Ergänzungen zu den ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen.

Hebammen kommen nämlich nicht erst bei der Geburt des Kindes ins Spiel, sondern sind auch während der Schwangerschaft wichtige Ansprechpersonen mit viel Expertise. In der Beratung, die ungefähr eine Stunde dauert, werden u. a. folgende Themen besprochen:

  • Wie bereite ich mich am besten auf die Geburt vor?
  • Darf ich während der Schwangerschaft noch Sport machen?
  • Worauf sollte ich bei meiner Ernährung achten?
  • Ist ein Geburtsvorbereitungskurs sinnvoll?
  • Welche Anschaffungen brauche ich für das Baby?

Zusätzlich dazu können natürlich alle anderen offenen Fragen zur Schwangerschaft, Geburt oder der Zeit danach (dem Wochenbett), gestellt werden.

Eine Liste mit Hebammen, die das Beratungsgespräch durchführen, ist auf www.hebammen.at zu finden. Außerdem bietet das Hebammenzentrum in Wien die Hebammenberatung an.

Verfasst von Magdalena Altenburger, Bloggerin und angehende Hebamme

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Heilige Drei Könige

Am 6. Jänner feiern wir Heilige Drei Könige. Viele unsere Kinder wissen gar nicht, was dieses Fest überhaupt bedeutet, deswegen bekommen sie von uns diese Erklärung:

Am Tag der Heiligen Drei Könige wird der Besuch der Heiligen drei Könige beim Jesuskind gefeiert. Es sind weise Männer aus dem Morgenland, die Kasper, Melchior und Balthasar heißen. Die Bibel erzählt, dass einige kluge Männer kurz nach der Geburt des Jesuskindes einen neuen, hellen Stern entdeckten. Sie vermuteten, dass darunter ein neuer König geboren sein müsse. Sie folgten dem Stern und fanden so in einem Stall in Bethlehem Maria mit ihrem Baby. Laut Überlieferung erkannten die Könige Jesus in dem Kind und beschenkten das Baby mit Gold, Weihrauch und Myrrhe. Daher spricht man auch heute von den „Heiligen drei Königen“ Kaspar, Melchior und Balthasar.

In Österreich und vielen anderen europäischen Ländern gibt es eine Tradition, dass am 6. Jänner in vielen Orten Kinder, Jugendliche und manchmal auch Erwachsene als Sternsinger durch die Gemeinden ziehen. Es ist eine Art Andenken an die drei Könige und gleichzeitig auch eine gute Tat, da die Sternsigner an den Türen klingen, die Häuse segnen und Spenden für Bedürftige sammeln. In jeder Gruppe der Sternsinger gibt es einen Kaspar, einen Melchior und einen Balthasar. Der 6. Jänner wird auch Dreikönigstag genannt.

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