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Corona & wir

In den letzten Wochen haben wir nichts anderes gehört als Coronavirus hier und Covid-19 da. Wir werden überschwemmt mit Berichten über die Ausbreitung und die Statistik der Ansteckungen und Todesfälle.

In dieser Zeit der Reizüberflutung und Panikmache werden aber offensichtlich die alltäglichen Probleme der Menschen vergessen. Corona vertreibt nicht die Armut, Corona gibt keinen Job, Corona verhindert nicht die häusliche Gewalt – ganz im Gegenteil. Unsere Frauen leiden und das nicht erst seit der Corona-Krise.

Schon vor der Krise haben die Frauen mit ihren Kindern, die wir betreuen, am Existenzminimum gelebt und konnten sich kaum das Essen auf dem Tisch leisten. Diese Not ist jetzt noch schlimmer geworden. Es gibt keine Möglichkeit der Gelegenheitsjobs, wo sie sich etwas Geld dazu verdienen können. Die staatlichen Unterstützungen fließen zwar nach wie vor, aber das reicht für die meisten Familien bei Weitem nicht.

Die Not ist da! Sie war schon vorher da und wird immer größer!

Wir in der Familien-, Rechts- und Schwangerenberatungsstelle versuchen zumindest das Gröbste abzufedern, aber auch wir haben durch die Krise immer weniger Ressourcen. Die Spenden werden weniger und damit unsere Möglichkeiten den Frauen und ihren Kindern zu helfen.

Bitte denken Sie daran, dass es in unserem Land noch Menschen gibt, die hungern, die sich keine Sachen zum Anziehen leisten können und vor allem, dass es Kinder gibt, die noch nie in ihrem Leben ein Stück Schokolade gegessen haben, da sich ihre Mami das nicht leisten kann.

In diesem Sinne – bleiben Sie zu Hause, bleiben sie stark und vergessen Sie uns nicht.

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Elisabeth Stiftung

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