A A A
image-title

Der 4. Dezember ist Barbara-Tag

Da haben alle Mädchen und Frauen mit dem schönen Namen Barbara Namenstag. Christen gedenken der sehr beliebten Heiligen Barbara, die im 3. Jahrhundert an einem 4. November als Märtyrerin gestorben, vermutlich enthauptet wurde.

Die Legende erzählt: Barbara von Nikomedia (in der heutigen Türkei) wollte sich von ihrem Vater nicht verheiraten lassen, denn damit hätte sie auch ihren Christen-Glauben ablegen müssen. Zur Strafe hat der Vater sie in einem Turm einsperren lassen, wo ihre Tränen einen verdorrten Zweig zum Blühen gebracht haben. Weil die schöne und kluge Tochter gegenüber dem Befehl des Vaters standhaft geblieben ist, wurde sie von ihm mit dem Tod bestraft.

Noch heute ist es vielerorts Brauch, an diesem Tag Apfel- oder Kirschzweige abzuschneiden und ins Wasser zu stellen. Mit etwas Glück blühen die “Barbara-Zweige” zu Weihnachten.

Als meine zwei Schwestern und ich Mädchen waren, hatte das Abschneiden des Kirschzweigs und das Einfrischen am 4. Dezember eine besondere Bedeutung: Man sagte uns, dass, wenn der Zweig zu Weihnachten blüht, es im nächsten Jahr im Haus eine Verlobung oder Hochzeit geben werde. Das ist natürlich ein Aberglaube.

Wahr ist, dass wohl nicht nur den Mädchen beim Anblick der blühenden Zweige mitten im Winter das Herz aufgeht, denn die Aussicht auf den Frühling kann vermutlich jeden von uns mit freudiger Hoffnung erfüllen.

So spiegelt auch dieser Brauch den Sinn und Inhalt von Advent wider – nämlich das freudige und hoffende (Er-)warten.

Verfasst von Maria aus Meidling, 65, pensionierte Heilpädagogin, verheiratet, Mutter einer Tochter und Großmutter von 2 Enkeltöchtern

Schreiben Sie uns!

 

Elisabeth Stiftung

Elisabeth Stiftung has blogged 1760 posts

Ähnliche Artikel