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Eine Schnur

Es war einmal ein kleiner Bub. Der hatte sehr reiche Eltern. An seinem Geburtstag türmten sich auf dem Gabentisch die teuersten Geschenke, ein fernzusteuerndes Elektroauto, Spielkonsolen, sündteure Roboterfiguren. Das Dienstmädchen, das den Buben gern hatte, legte am Rande des Gabentisches ihre bescheidenen Geschenke hin – eine Schnur, ein paar Holzstücke, Bastelkartons, Papier und Buntstifte.

Was glauben Sie, wonach das Kind griff? Es waren die Gaben des Dienstmädchens. Damit konnte er selbst etwas basteln, etwas gestalten – damit beschäftigte er sich wochenlang. Kinder, die sich aus selbst gesammelten Teilen (uns seien es weggeworfene Stücke von der Straße oder aus dem Keller) ein Gokart zusammennageln, empfinden damit mehr Freude als mit einem gekauften chromglänzenden Elektroauto.

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Elisabeth Stiftung

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