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Raus aus der Mental Load Falle…

…ist der vielversprechende Titel eines Buches* zum Thema meines letzten Blog-Beitrags “Mental Load – über die Last von Frauen”.

Gerade jetzt in der Pandemie wurde ein Bewusstsein für die Mehrbelastung von Frauen, insbesondere Müttern geschaffen. Das ist gut so. Denn, allein den Blick auf dieses Dilemma zu richten – ganz persönlich und von Seiten der Gesellschaft – ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Auf der Suche nach Lösungen bin ich auf ein weites Feld gestoßen. Ich habe gleich gemerkt: es gibt nicht die Lösung, es gibt nicht das funktionierende Rezept.

Beleuchtet man nämlich die Gründe für dieses Ungleichgewicht, kommt man schnell weg von einseitiger Schuldzuweisung wie “Männer putzen sich an uns Frauen ab”.

# Da sind die Rollenklischees; Früher war die Aufgabenverteilung klar: Papa geht in die Arbeit, Mama kümmert sich um den Haushalt und die Kinder. Heute heiraten Frauen meist später und haben eigene Berufe. Das ändert sich, wenn sie Mütter werden: nach der Babypause kehren weniger als ein Viertel der Mütter – nicht immer freiwillig – in ihre ehemalige Vollzeit-Erwerbsarbeit zurück, Väter hingegen zu 90 Prozent. Damit sind die Rollen verteilt. Frauen, die dadurch mehr zuhause und beim Kind sind, bekommen den Überblick über alle Familienbelange und übernehmen nach und nach die Verantwortung dafür. Männer gewöhnen sich schnell daran, dass ihre Frauen sich um den ganzen Familienkram sorgen.

# Da ist die eigene Erziehung zu nennen, und die

# daraus entstandenen Erwartungen an uns selbst, wie Mann / Frau zu sein hat.

#  Da ist noch der Mutter Mythos, der Mütter nur scheinbar auf einen Sockel stellt, wobei der Sockel schnell zur Falle wird.**

# Viele Frauen wollen nicht Bereiche abgeben, wofür sie hoffen, wertgeschätzt zu werden. Wenn die Anerkennung ausbleibt, kommt die Unzufriedenheit. Dann spätestens wäre es an der Zeit, für ihre Rechte zu kämpfen. Doch damit stecken Frauen im nächsten Dilemma:

# kämpfen gilt als unweiblich.

# Dazu kommt, dass ihnen oft der eigene Anspruch, wie etwas erledigt werden sollte, im Weg ist. Ich weiß das sehr gut aus eigener Erfahrung.

Neue Vorbilder braucht das Land

Wir müssen bei der Erziehung unserer Kinder darauf achten, damit in den nächsten Generationen mental load von Frauen kein Thema mehr ist:

Vätern muss bewusst sein: so wie sie ihre Frauen behandeln, so wird sich deren Tochter einmal von ihrem Mann behandeln lassen, so wird der Sohn seine spätere Partnerin sehen und behandeln.

Burschen und Mädchen sollen selbstverständlich gleichermaßen im Haushalt mithelfen, und Väter dabei mit gutem Beispiel vorangehen.

Gibt es Auswege für Alleinerziehende?

* Nehmen Sie sich ein Beispiel an den (wenigen) alleinerziehenden Vätern; eine Studie zeigt auf, dass diese weit mehr als alleinerziehende Mütter ihre Kinder in die Pflicht nehmen.

* Großeltern, Freunde, Nachbarn, Hilfseinrichtungen um Hilfe bitten.

* Prioritäten setzen: was nicht unbedingt sein muss, weglassen!

* Nicht perfekt sein wollen!

Stellen Sie sich vor, wie Sie die gewonnene Zeit nutzen und genießen! Jeder kleine Erfolg in die richtige Richtung kommt der Gesundheit, den sozialen Beziehungen und den Kindern zugute!

Das Schlusswort übergebe ich Frau Dr.Mirriam Prieß, einer Ärztin und Therapeutin:

***“Der Weg aus der Erschöpfung ist der Weg zurück zu sich selbst, zurück zur Augenhöhe und zurück zu einem wesentlichen Leben.”

* Patricia Cammarata erklärt in ihrem Buch »Raus aus der Mental-Load-Falle« praxistauglich, wie man die Gedankenarbeit zunächst sichtbar machen und dann aufteilen kann, sodass die Familie schließlich wirklich gemeinsam gemanagt wird. Hier eine Leseprobe: https://www.beltz.de/fileadmin/beltz/leseproben/978-3-407-86632-5.pdf

**www.google.at

*** https://mirriampriess.de/philosophie/

Verfasst von Maria aus Meidling, 65, pensionierte Heilpädagogin, verheiratet, Mutter einer Tochter und Großmutter von 2 Enkeltöchtern .

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