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Depressiv oder einfach nur traurig?

Sie können es in diesen Tagen so oft lesen oder hören: Unsere Gesellschaft wird immer depressiver! Aber was heißt das genau? Darf ich mich einfach auch „nur“ mal traurig fühlen ohne gleich depressiv zu sein? Gibt es da Unterscheidungsmerkmale? Wenn ja, welche und was ist in dem einen und in dem anderen Fall hilfreich? Dieser Artikel soll Ihnen da einen Überblick ermöglichen und Ihnen die wichtigsten Informationen zu diesem Thema geben.

Vorab: Wir leben zusehends in einer oberflächlichen Spaßgesellschaft! Fröhliche, unproblematische, gesunde, fitte und attraktive Menschen hat man gern und die sind ja auch so erfolgreich! Menschen, die Leistung bringen, die funktionieren und sich etwas leisten können sind die Vorbilder! Um diesem völlig irrationalen Ideal gerecht werden zu können wird ein hoher Preis bezahlt: Schlechte Gefühle werden mit allen Mitteln bekämpft weil sie stören. Da klingt es besser und ist es auch gesellschaftlich anerkannter, sich allzu schnell einzugestehen, dass man depressiv sei  (ohne wirklich genau zu wissen, was das ist) ohne seine Traurigkeit  und Verletzlichkeit preisgeben zu müssen. Aber es gibt gravierende Unterschiede zwischen dem Gefühl der Traurigkeit und der psychischen Störung einer Depression.

Traurigkeit hat oft einen konkreten Anlass, einen Auslöser: Tod, Verluste, Trennungen, Kränkungen, Situationen der Ausgrenzung usw.. Hier ist Traurigkeit und Trauer eine essentiell wichtige Regung und ermöglicht einen Heilungsprozess oder/und Entwicklungsprozess. Unsere Seele braucht Zeit der Verarbeitung und daher ist man noch lange nicht in einer Depression, wenn man z.B. nach einem Schicksalsschlag nicht binnen 3 Wochen wieder voll funktioniert und happy ist!! Nicht umsonst gibt es in unserem Kulturkreis den Begriff des Trauerjahres!

Wenn jemand traurig ist, wird er/sie sich vielleicht eine Zeit lang zurückziehen oder es genießen, getröstet zu werden, je nach Persönlichkeit. Die Rituale des Alltags können aber (wenn auch etwas eingeschränkt) weiter möglich sein (Körperpflege, Essen, Schlafen, Hausarbeit bzw. Erwerbsarbeit).  Auch wird mit der Zeit eine Veränderung der Traurigkeit wahrnehmbar – sie wird anders, mal weniger, mal mehr und schließlich entsteht eine neue Normalität.

Im Fall der Depression ist das ganz anderes: Depression ist fast immer chronisch. Empfindungen der Belastung, Traurigkeit, Verzweiflung, Antriebslosigkeit, Kraftlosigkeit, Zweifel in den eigenen Selbstwert usw. halten mindestens 6 Monate an. Depressive Personen ziehen sich immer mehr zurück, soziale Kontakte werden vernachlässigt, Aktivitäten werden auf ein Minimum reduziert. Oft entwickeln sich Ängste, auch Aggressionen sind mögliche Erscheinungsbilder. Das Leben wird zunehmend eingeschränkt. Es gibt verschiedene Formen bzw. Ausprägungen von Depressionen und genau so differenzierte Möglichkeiten der Behandlung.

Beim Verdacht eines Vorliegen einer depressiven Störung sollte in jedem Fall ein/e Experte/in aufgesucht werden. Nur diese können eine Diagnose erstellen und eine individuelle passende Behandlung durchführen.

Zum Schluss die gute Nachricht: Depressionen sind heilbar!

Wie wir sehen können, gibt es also einen bedeutenden Unterschied zwischen Traurigkeit und Depression! Diese Unterscheidung ist auch wichtig für die Wahl der hilfreichen Methode:

  • Beratung und psychosoziale Begleitung sowie Psychotherapie sind wertvolle und effektive Hilfen durch schwierige Zeiten des Trauerprozesses oder durch schwierige (traurige) Zeiten. Entlastung, Verständnis für sich selbst und damit verbunden eine merkbare Zunahme der Lebenszufriedenheit kann so gut mittelfristig erreicht werden. Die persönliche Entfaltung und Entwicklung durch diese begleitete Lebenskrise bzw. Trauer wird oft als große Bereicherung für das weitere Leben beschrieben.
  • Eine fundierte psychiatrisch, neurologische und psychotherapeutische Abklärung und Diagnose einer Depression ist der erste Schritt zur Heilung. Die Behandlung einer echten Depression gehört in die Hände von Experten und eine zeitnahe Stabilisierung  und spürbare Verbesserung der Lebensqualität bis zur Heilung kann durch die passende Behandlung gut erzielt werden.

Michaela Harrer, Dipl. Famillienberaterin und systemische Kinder und Jugendberaterin

Eingetragene Mediatorin

Schreiben Sie uns!

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Die Coronakrise tut uns allen nicht gut. Viele von Ihnen haben Geldsorgen, haben Ihren Job verloren, kommen mit der Kinderbetreuung nicht zurecht und und und. Als erstes denken Sie bitte daran, dass jede Krise nicht ewig dauert! Das heißt: wie alles im Leben so auch die Coronakrise geht vorbei und verändert sich. Nicht umsonst bedeutet im Chinesischen das Zeichen für Krise gelichzeitig auch eine Chance. In diesem Sinne möchte ich heute mit Ihnen einen konstruktiven Blick auf Ihre persönliche finanzielle knappe Situation in dieser Zeit werfen und Ihnen wichtige Tipps geben, damit Sie auch finanziell gut durch diese Zeit kommen können.

1. Stecken Sie bitte nicht den Kopf in den Sand!

Es ist absolut verständlich, dass man manchmal etwas Unangenehmes, Belastendes lieber verdrängen möchte, aber das ist gefährlich! Bitte denken Sie an obiges: Ihr Handeln jetzt gestaltet ihre weitere Zukunft! Jeden Brief öffnen, Rechnungen werden nicht ungültig, wenn man sie wegwirft ;-). Daher:

2. Verschaffen Sie sich einen Überblick!

Wie schauen Ihre Einnahmen (Lohn, Arbeitslosengeld, Karenzgeld, Kinderbeihilfe, Unterhaltszahlungen an Sie und/oder Ihre Kinder, andere Einkünfte ect.) und Ihre fixen Ausgaben (Miete, Betriebskosten, Energiekosten, Versicherungen, Unterhaltszahlungen für Kinder und/oder Expartner, Mobilitätskosten, Kreditraten, andere Verbindlichkeiten ect.) aus? Was geben Sie für Ihr Leben aus? (Lebensmittel, Haushaltsführung, Gewand, Freizeitaktivitäten, Abos, ….)? Wo lauern gefährliche Schulden auf mich? Was muss ich vermeiden? Was muss ich einhalten, was kann ich tun wenn…?

3. Treffen Sie eine Auswahl!

Wo kann ich Ausgaben reduzieren?

Was muss unbedingt bezahlt werden und worauf könnte ich jetzt auch für eine Zeitlang verzichten? Wichtig: Miete, Energiekosten und Unterhaltszahlungen müssen zuerst bezahlt werden!! Nicht unbedingt wichtige Abos und Mitgliedsbeiträge können gekündigt werden. Was könnte ich sonst noch kündigen? Beim Einkaufen lässt sich gut einsparen (führen eines Haushaltbuches und clevere Einkaufsplanung!) . Bei Versicherungen, Kreditraten, Schulden ect. müssen Sie bei Zahlungsschwierigkeiten SO SCHNELL WIE MÖGLICH PERSÖNLICH AM BESTEN SCHRIFTLICH KONTAKT AUFNEHMEN um eine Lösung (Stundung, Ratenherabsetzung ect.) gemeinsam zu finden. Herabsetzungsanträge für laufende Unterhaltszahlungen sind zu stellen.

Wie kann ich Einnahmen erhöhen? Ich kann z.B. Arbeitnehmerveranlagung machen.

Wo könnte ich um Beihilfen/ Förderungen jetzt ansuchen?

Welche staatlichen, arbeitsmarkttechnischen Unterstützungen kann ich derzeit für mich beantragen und nützen? Ect.

4. Hilfsangebote durch Beratung in Anspruch nehmen!

Scheuen Sie sich nicht aktiv auf uns zuzukommen. Sowohl unsere Rechtsberaterin als auch ich als Familienberaterin sind erfahrene Finanzcoaches, die Ihnen derzeit telefonisch täglich von 9.00 bis 16.00 beratend zur Verfügung stehen.

Mit den besten Wünschen für Sie

Familienberaterin, Michaela Harrer

Schreiben Sie uns!

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Neu bei uns: Kostenlose Psychotherapie

Da unsere Mitarbeiterinnen immer darauf bedacht sind, sich weiter zu bilden, können wir ab Herbst 2019 ein neues Standbein unseres schon umfangreichen Angebots anbieten. Neben Familien-, Rechts- und Schwangerenberatung haben wir nun auch kostenlose Psychotherapie.

Keine Angst – wenn Sie zu einem Therapiegespräch kommen, heißt das nicht, dass sie verrückt sind oder sich dafür schämen müssen. Psychotherapie dient dazu, Sie durch Krisen in Ihrem Leben zu begleiten, Ihr seelisches Leid zu lindern bzw. zu heilen und Ihre persönliche Weiterentwicklung zu fördern.

Auch die Seele braucht hin und wieder Streicheleinheiten und das vergessen wir sehr oft. Der Alltag zieht an uns vorbei. Ein Tag folgt auf den anderen. Keine Zeit für sich selbst. Ist ein Problem gelöst, lauern hinter der nächsten Ecke zehn weitere,… – in so einer Situation sind wir alle irgendwann in unserem Leben. Das Positive daran ist, da müssen Sie nicht alleine durch.

Unsere Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision, ausgebildet in der Fachrichtung „Existenzanalyse und Logotherapie“, bietet Ihnen Unterstützung, ein offenes Ohr und dabei das Wichtigste, das Sie in dieser Lebenslage brauchen – ZEIT!

Sprechen Sie sich aus, wälzen Sie Ihre Probleme von rechts nach links – sie hört zu, steht Ihnen beim Kampf gegen Ihre Unsicherheiten und Ängste zur Seite, hilft Ihnen Ihr Eigenes zu finden und wieder ins Gleichgewicht zurück zu kommen.

Wir lösen keine Probleme, aber wir helfen Ihnen, sie selbst zu lösen! Es ist eine Hilfe zur Selbsthilfe.

Haben Sie Fragen? Mehr Information zu dem Angebot finden Sie hier.

Schreiben Sie uns!

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Babysprache

Kennt ihr das liebe Mamis?

GutschiGu, ach was bist du denn für ein süßes Puppileinchen, ach so ein liebes Mausileinchen…“ sprach die Oma mit piepsiger Stimme, eine Oktave höher.

Bei uns dreht sich der Magen um und wir wollen einfach nur weg. Wenn Babies von Anfang an mit dieser Sprache und Stimme konfrontiert werden, wird’s schwierig. Sie lernen, dass die Worte automatisch ein –leinchen hinten dran haben oder ein –ichen. Das ist schlecht.

Je normaler wir mit Kindern reden, umso schneller und besser lernen sie das Reden. Auch die Wahl der Worte sollten sie nicht auf Kindergartenniveau lassen. Sprechen sie mit Kindern in ganzen Sätzen mit einfachen Worten, aber passen sie ihre Sprache ständig an.

Sobald Kinder in die Schule kommen, merkt man den Unterscheid gravierend zwischen Kindern, die mit Baby-Sprache groß geworden sind und solchen, mit denen „normal“ geredet wurde. Die Wortvielfalt ist größer und die Satzstellung ist besser, von Anfang an.

Ihr Kind ist ein kleiner Mensch – reden sie auch so mit ihm!

Benötigen Sie mehr Tipps rund um die Betreuung Ihres Babys?

Schreiben Sie uns!

Copyright: Виктория Бородинова/Pixabay

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So wird Ihnen geholfen

Frau I. ist schwanger und möchte gerne zur Beratung in die St. Elisabeth-Stiftung kommen. Sie ist sich allerdings nicht sicher, ob und wie sie sich anmelden kann. In diesem Artikel finden Frauen, die sich in ähnlicher Lage befinden, ein paar Hinweise:

Am besten ist es, wenn Frau I. die Mitarbeiterinnen in der Beratungsstelle während der Öffnungzeiten anruft. Dokumente, die sie und jede andere schwangere Frau zum Erstgespräch auf jeden Fall mitnehmen sollte, sind:

  • ein gültiger Ausweis
  • der Mutter-Kind-Pass
  • der aktuelle Meldezettel

Das erste Gespräch findet im Zuge des Journaldienstes statt und stellt keinen fixen Termin dar. Frau I. kann Mo-Do um 9:00 Uhr und 13:00 Uhr in der Beratungsstelle vorbeikommen. Dort kann sie mit einer Sozialberaterin ihre Situation besprechen und es werden die Möglichkeiten abgeklärt, wie wir ihr helfen können. Es ist sehr wichtig, dass Frau I. persönlich in die Beratungsstelle kommt und schon einen Mutter-Kind-Pass besitzt. Sollte Frau I. weder Deutsch noch Englisch sprechen, ist es außerdem sinnvoll, wenn sie einen Dolmetscher mitnimmt.

Sollte Frau I. nicht versichert sein, ist es besonders wichtig, dass sie rechtzeitig, das heißt mindestens 5 Monate vor dem Geburtstermin, in der Schwangerschaft Kontakt mit der Beratungsstelle aufnimmt. Bei Fragen oder Problemen während der Schwangerschaft können sich Frauen vertrauensvoll an die Beratungsstelle unter der Telefonnummer +43 (1) 54 55 222-10 wenden.

 

 

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