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Der 4. Dezember ist Barbara-Tag

Da haben alle Mädchen und Frauen mit dem schönen Namen Barbara Namenstag. Christen gedenken der sehr beliebten Heiligen Barbara, die im 3. Jahrhundert an einem 4. November als Märtyrerin gestorben, vermutlich enthauptet wurde.

Die Legende erzählt: Barbara von Nikomedia (in der heutigen Türkei) wollte sich von ihrem Vater nicht verheiraten lassen, denn damit hätte sie auch ihren Christen-Glauben ablegen müssen. Zur Strafe hat der Vater sie in einem Turm einsperren lassen, wo ihre Tränen einen verdorrten Zweig zum Blühen gebracht haben. Weil die schöne und kluge Tochter gegenüber dem Befehl des Vaters standhaft geblieben ist, wurde sie von ihm mit dem Tod bestraft.

Noch heute ist es vielerorts Brauch, an diesem Tag Apfel- oder Kirschzweige abzuschneiden und ins Wasser zu stellen. Mit etwas Glück blühen die “Barbara-Zweige” zu Weihnachten.

Als meine zwei Schwestern und ich Mädchen waren, hatte das Abschneiden des Kirschzweigs und das Einfrischen am 4. Dezember eine besondere Bedeutung: Man sagte uns, dass, wenn der Zweig zu Weihnachten blüht, es im nächsten Jahr im Haus eine Verlobung oder Hochzeit geben werde. Das ist natürlich ein Aberglaube.

Wahr ist, dass wohl nicht nur den Mädchen beim Anblick der blühenden Zweige mitten im Winter das Herz aufgeht, denn die Aussicht auf den Frühling kann vermutlich jeden von uns mit freudiger Hoffnung erfüllen.

So spiegelt auch dieser Brauch den Sinn und Inhalt von Advent wider – nämlich das freudige und hoffende (Er-)warten.

Verfasst von Maria aus Meidling, 65, pensionierte Heilpädagogin, verheiratet, Mutter einer Tochter und Großmutter von 2 Enkeltöchtern

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Jeden Morgen geht ein neues Türchen auf

Hierzulande feiern wir die Geburt von Jesus, dem “Christkind”, in der Heiligen Nacht vom 24. auf den 25. Dezember. Ab dem 1. Dezember sind es also noch 24 Tage bis dahin. Gerade für Kinder ist dies eine lange Zeitspanne. Um ihnen den Zeitraum anschaulich zu machen und das Warten zu erleichtern, gibt es schon seit fast 200 Jahren den Brauch des Adventkalenders.

Ursprünglich haben nur 24 Kreidestriche an der Tür die Tage bis zum Heiligabend angedeutet. Am Ende des Tages wurde je ein Strich abgewischt. Später hat man schöne Vorlagen – meist in Form eines Hauses – für die Kinder gebastelt. Aus einem weiteren Bastelbogen haben die Kinder täglich ein Fenster ausschneiden und aufkleben dürfen. Vor 100 Jahren hat man Adventkalender mit 24 Fensterchen zum Herausklappen erfunden. Dahinter fanden sich weihnachtliche Motive. Im letzten – meist ein Türchen – stand das weiß gekleidete Christkind, oft mit einem Christbaum in der Hand.

Ich erinnere mich aus meiner frühesten Kindheit an einen Adventkalender, der aus 24 Streichholzschachteln -freilich ohne Zündhölzer – gemacht war. Mein älterer Bruder und ich durften dann abwechselnd eine Schachtel öffnen. Mal war ein Stollwerk oder eine andere kleine Süßigkeit drinnen, mal ein Zetterl mit einem kleinen Auftrag, den uns die Mutter vorgelesen hat. Als ich ein Kindergartenkind war – Ende der 1950er Jahre – kam der mit Schokolade befüllte Adventkalender auf. Drinnen fand sich ein Stück Schokolade in Form von einem Stern, einem Engerl, oder am 6. Dezember ein Nikolaus. Dieses Stück durften wir herausdrücken und sogleich vernaschen.

Es hat sich viel verändert seit damals. Adventkalender gibt es jetzt in verschiedenster Weise, mit Türchen zum Aufklappen, in Säckchen auf einer Schnur aufgespannt, als Wandbehang mit 24 Fächern aus Stoff, sogar aus Legosteinen hab ich einen gesehen. Aber immer noch ist damit Erwartung und Vorfreude auf Weihnachten verbunden.

Verfasst von Maria aus Meidling, 65, pensionierte Heilpädagogin, verheiratet, Mutter einer Tochter und Großmutter von 2 Enkeltöchtern

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