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Weihnachten ist Schenken?

Natürlich nicht! Auch wenn uns der Handel diese Botschaft in der Werbung vielfach vermitteln will. Doch Geschenke gehören schon lange zum Weihnachtsfest dazu. Schon im Mittelalter gab es einen Beschertag für die Kinder. Dieser war allerdings am 6.  Dezember, am Fest des Hl. Nikolaus, der den Kindern heimlich und unerkannt Gaben einlegte. Doch vor etwa 500 Jahren – also in der Zeit der Reformation – verlegte Luther den Beschertag für die Protestanten auf den 24. Dezember. Anstatt des Hl. Nikolaus sollte der Heilige Christ – später “das Christkind” genannt- auch im Verborgenen den Kindern Geschenke bringen. Die Katholiken schlossen sich 300 Jahre später diesem Brauchtum an.

Falls sie noch nicht wissen, was Sie Ihrem (Enkel-)kind zu Weihnachten schenken sollen, hier ein paar Fragen, die Sie sich / den Eltern stellen könnten:

  • Hat das Kind einen Herzenswunsch geäußert? Einen Brief ans Christkind geschrieben?
  • Wofür interessiert es sich?

Noch ein paar konkrete Anregungen, nach Alter aufgeschlüsselt *

  • 0-2 Jahre: Kuscheltiere, Kleinkinderspielzeug, Duplo, Motorikspiele
  • 3-5 Jahre: Spielzeugautos, Puppen, Eisenbahnen, Hüpftiere, Schaukelpferd, Bälle, Steckperlen
  • 6-8 Jahre: Lego, Playmobil, Barbies, Freundschaftsbücher, Gesellschaftsspiele, Kinderuhr
  • 9-12 Jahre: Instrumente, Scooter, Brettspiele, Federball-Set
  • 13-16 Jahre: Sportgeräte, Virtual Reality Brillen, Gesellschaftsspiele, Schminksets

Meine Empfehlung: Lieber ein passendes als drei und mehr Geschenke, die das Kinderzimmer überladen und die Beschenkten überfordern. Das gilt besonders für kleinere Kinder. Ein Gemeinschaftsgeschenk von Eltern und Großeltern oder Freunden ist auch eine Möglichkeit, wenn der Wunsch ans Christkind etwas groß ausgefallen ist. Wenn das Geschenk eine schöne Überraschung sein soll, bitte während der nächsten Tage gut verstecken. Einmal haben wir Geschwister vor Weihnachten nach Geschenken gesucht, und die schönen Schlittschuhe, leider noch nicht eingepackt, im Kleiderschrank der Eltern gefunden. In diesem Jahr haben wir uns um den Zauber der Weihnacht gebracht. Schließlich: Geschenke, die von Herzen kommen, müssen nicht teuer sein. Denn es geht dabei ja nur um ein Zeichen der Verbundenheit und Zuneigung. Wenn die Beschenkten sich darüber freuen, ist das auch ein ganz besonderes Geschenk an uns.

* entnommen aus einer Aktion der Post gemeinsam mit dem Samariterbund

Verfasst von Maria aus Meidling, 65, pensionierte Heilpädagogin, verheiratet, Mutter einer Tochter und Großmutter von 2 Enkeltöchtern

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