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Über die Last von Frauen, immer an alles denken zu müssen

Mental load ist weit mehr als ein Schlagwort in sozialen und Print-Medien. Dank der französischen Bloggerin Emma wird ein eigentlich altes Phänomen in ihren Comics neu betrachtet und wieder zum Thema gemacht. Mithilfe einfacher Zeichnungen und Bildgeschichten bringt sie es auf den Punkt, was sie mit “mental load” meint, nämlich all das, was Frauen leisten, um ihr Leben und das Leben ihrer Familienmitglieder zu managen, und auch das Absurde daran, dass es ihr alleiniger Job sei.

Trotz Berufstätigkeit übernimmt auch die moderne Frau stillschweigend die Verantwortung für den Großteil der Haus- und nach der Geburt auch der Kinderarbeit. Die Denkarbeit, die sich daraus fast ständig ergibt, ist unsichtbar, unbezahlt, meist „unbedankt“ und führt oft zu geistiger Überlastung, physischer Erschöpfung und Unzufriedenheit von Frauen und Müttern. Junge Mütter haben mir bestätigt: das gute Gefühl, im Hier und Jetzt zu sein, ja die Entspanntheit und Zuversicht, die sie vielleicht am Beginn einer partnerschaftlichen Beziehung hatten, geht dabei mehr und mehr verloren. Selbst am Abend vor dem Fernseher, so “Frau” sich die Zeit dazu nimmt, poppt im Kopf noch auf, wann am nächsten Morgen die Videokonferenz der Tochter sein wird, und dass sie noch vor dem Schlafengehen etwas vorkochen wollte, und und und…

Schleichend werden Frauen – spätestens nach dem zweiten Kind – zuständig, alle Familienbelange im Griff haben zu müssen. Mütter planen, organisieren, denken voraus und mit. Sie nehmen wahr, wenn jemand in der Familie Geburtstag hat, welche Lebensmittel nachgekauft werden müssen, oder dass wieder die Steuererklärung fällig ist. Mütter haben meist nicht nur die eigenen Termine und Aufgaben im Kopf, sondern die der ganzen Familie. Und weil sie nicht nur an alles denken, sondern auch 75 bis 100% der anfallenden unbezahlten Hausarbeit und Sorgearbeit leisten, ist es keine Überraschung, dass sich viele Mütter einfach nur mehr überfordert fühlen!

Es ist nicht mehr zu übersehen und am Vogelgezwitscher zu überhören: Der Frühling ist da, die Natur blüht auf, und auch in den Menschen erwacht die Sehnsucht, neu aufzublühen! Kürzlich hab ich den Spruch gehört: “Du kannst nicht aufblühen, wenn du nur überlebst!”

Muss das im Jahr 2021 wirklich so sein, dass Frauen für den ganzen Familienkram zuständig und verantwortlich sind? Wir Frauen dürfen uns auch einmal darüber Gedanken machen und im nächsten Schritt Veränderungen in Gang bringen, um die ständige gedankliche Überlastung abzubauen. Nicht zuletzt nach dem Motto:

weil du auch deiner Familie etwas Gutes tust, wenn du gut auf Dich selbst schaust!

Im nächsten Blog möchte ich mich Lösungsvorschlägen annähern, und auch auf die Situation von alleinerziehenden Müttern eingehen, welche sich diesbezüglich ja sehr speziell darstellt.

Hier ein Youtube-Video zum Thema “mental load”:

Verfasst von Maria aus Meidling, 65, pensionierte Heilpädagogin, verheiratet, Mutter einer Tochter und Großmutter von 2 Enkeltöchtern

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Ein paar Gedanken zum Frauentag 2021

Im Vorjahr zeigte die Gesellschaft Bewunderung für die Frauen, weil man erkannte, dass Sie mutig in exponierten Stellen das System erhalten: Es sind hauptsächlich Frauen, die uns in den Supermärkten bedienen. Es sind Frauen, die unsere Alten pflegen. Sehr viele Frauen ernten und verarbeiten unsere Lebensmittel, hauptsächlich Frauen, die die (ansteckenden) Kranken betreuen. Vorwiegend Frauen, die schutzlos deren Kinder in den  Kindergärten und Schulklassen für Notbetrieb betreuten.

Es waren überwiegend Frauen und Mütter, die Homeschooling, zudem oft Homeoffice und den ganz normalen Haushalt unter einen Hut gebracht haben und die Familien und Gesellschaft zusammengehalten haben.

Viele Frauen und Kinder waren und sind – wegen der besonderen Umstände – zudem auch Gewalt im eigenen Zuhause ausgesetzt.

Dieses Schicksal schmerzt mich besonders.

Ich möchte heute allen Frauen danken und gratulieren, die sich und ihre Kinder aus so einer Situation befreit haben. Und ich hoffe und bete für die anderen, dass sie sich ihrer Würde bewusst werden, und dass der Wunsch, sich und ihre Kinder zu schützen größer wird als die Angst, Scham und Gebundenheit an die leidvolle Situation.

Ich möchte am heutigen Tag Frauen vor den Vorhang holen, die trotz nach wie vor bestehender Ungleichbehandlung bezüglich Lohn und Verteilung von unbezahlter Arbeit, Aufstiegschancen ua. ihr Bestes geben im Beruf und in der Familie.

Wenn die Gesundheitskrise vorbei ist, warten andere Krisen auf die Welt. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel. Es ist meine feste Überzeugung: Es wird nicht ohne Frauenpower gehen!

Verfasst von Maria aus Meidling, 65, pensionierte Heilpädagogin, verheiratet, Mutter einer Tochter und Großmutter von 2 Enkeltöchtern

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Haus der Musik

Gestern fand wieder unser Müttercafé statt. Diesmal waren die Frauen in Begleitung von einer Sozialarbeiterin aus unserem Mutter-Kind-Haus im Haus der Musik. Die Auswahl des Ortes war kein Zufall. Unsere Sozialarbeiterinnen wissen, welchen Einfluss die Musik auf die körperliche Befindlichkeit der Menschen hat. Musik ist nicht nur Ablenkung bei Problemen oder stressigen Situationen im Leben eines Menschen, sondern sie kann auch Schmerzen lindern, den Puls bzw. den Blutdruck senken und Muskelverspannungen lösen.

Unsere Mamis haben sich nach dem Besuch im Haus der Musik sehr wohl gefühlt. Sie haben ihre alltäglichen Probleme vergessen und konnten dabei auch etwas lernen. Es war wunderschön zu sehen, wie die Musik auf die Frauen wirkte und welches Wissen einige der Frauen über österreichische Komponisten hatten.

Nach dem Besuch gingen wir noch in ein Kaffeehaus, um den Ausflug mit Kaffee und Kuchen ausklingen zu lassen und den Frauen etwas Gutes zu tun. Es war ein sehr gelungener Tag, den wir gerne nochmal wiederholen.

Waren Sie schon mal im Haus der Musik?

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