A A A
image-title

Ein paar Gedanken zum Frauentag 2021

Im Vorjahr zeigte die Gesellschaft Bewunderung für die Frauen, weil man erkannte, dass Sie mutig in exponierten Stellen das System erhalten: Es sind hauptsächlich Frauen, die uns in den Supermärkten bedienen. Es sind Frauen, die unsere Alten pflegen. Sehr viele Frauen ernten und verarbeiten unsere Lebensmittel, hauptsächlich Frauen, die die (ansteckenden) Kranken betreuen. Vorwiegend Frauen, die schutzlos deren Kinder in den Kindergärten und Schulklassen für Notbetrieb betreuten.

Es waren überwiegend Frauen und Mütter, die Homeschooling, zudem oft Homeoffice und den ganz normalen Haushalt unter einen Hut gebracht haben und die Familien und Gesellschaft zusammengehalten haben.

Viele Frauen und Kinder waren und sind – wegen der besonderen Umstände – zudem auch Gewalt im eigenen Zuhause ausgesetzt.

Dieses Schicksal schmerzt mich besonders.

Ich möchte heute allen Frauen danken und gratulieren, die sich und ihre Kinder aus so einer Situation befreit haben. Und ich hoffe und bete für die anderen, dass sie sich ihrer Würde bewusst werden, und dass der Wunsch, sich und ihre Kinder zu schützen größer wird als die Angst, Scham und Gebundenheit an die leidvolle Situation.

Ich möchte am heutigen Tag Frauen vor den Vorhang holen, die trotz nach wie vor bestehender Ungleichbehandlung bezüglich Lohn und Verteilung von unbezahlter Arbeit, Aufstiegschancen ua. ihr Bestes geben im Beruf und in der Familie.

Wenn die Gesundheitskrise vorbei ist, warten andere Krisen auf die Welt. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel. Es ist meine feste Überzeugung: Es wird nicht ohne Frauenpower gehen!

Verfasst von Maria aus Meidling, 65, pensionierte Heilpädagogin, verheiratet, Mutter einer Tochter und Großmutter von 2 Enkeltöchtern

Schreiben Sie uns!

Read More