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Geboren, um zu leben

Endlich ist es soweit. Der Geburtstermin steht vor der Tür und die Gedanken kreisen ständig darum – wie wird es sein, werde ich eine normale Geburt haben, darf mein Mann dabei sein, werde ich alles gut überstehen, wie ist das mit Corona im Krankenhaus,…

Tausend Fragen???

Alles wird gut gehen. Der Partner darf bei der Geburt dabei sein und außerdem sollte er schon längst geimpft sein. Denn die Papas gehören zu den Kontaktpersonen von Risikogruppen.

Dann ist es endlich da. Egal wie, ob per Kaiserschnitt oder mit normaler Geburt. Alles wird belanglos, wenn sie ihr Baby das erste Mal in den Armen halten.

Die zerknautschten Augen, die versuchen sich zu öffnen. Der erste Blick in das faltige, rosige Gesicht, die unkoordinierten Bewegungen der Ärmchen und Finger – das alles ist zum Sterben schön. Naja, ehrlich gesagt ist man nach der Geburt ziemlich fertig und will eigentlich nur schlafen, aber die Hormone lassen uns nicht. Wir sind aufgeputscht wie, wenn wir auf Drogen wären und sehen alles in einem rosigen Licht.

Nach der ersten Nacht kommt dann das grauenvolle Erwachen. Man macht die Augen auf und die Hebamme steht mit dem winzigen schreienden Bündel vor einem. OMG – was soll ich jetzt bloß machen. Doch die Schwester ist gnadenlos. Sie drückt einem das schreiende Etwas in die Hand und scheucht einen aus dem Bett. Ausziehen, Windeln wechseln, anziehen, stillen, schaukeln – ach du meine Güte. Zerbricht es nicht, wenn ich es zu hart anfasse? Tu ich ihm nicht weh, wenn ich die Ärmchen durch den Ärmel stopfe? Oh Gott, was mach ich mit dem großen Kopf und dem kleinen Body?

Keine Panik, liebe Mamis – die Schwestern wissen was sie tun. Die haben das hunderte Male im Jahr und wissen was sie tun. Einfach ihre Anweisungen befolgen, ohne Wenn und Aber. Dann klappt es.

Schreiben Sie uns!

 

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