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Sind Mütter mit ihren Töchtern strenger als mit ihren Söhnen?

Eine Facette der Ungleichbehandlung von Mann und Frau beschäftigt mich sehr.

 

Bei einer Umfrage unter 2500 Müttern gaben 88 % an, ihre Töchter anders zu behandeln.

Vor kurzem hab ich dazu in einem Bus etwas beobachtet, was mich sehr betroffen gemacht hat: Eine junge Mutter ist mit 2 kleinen Kindern, einem höchstens 3jährigen Buben und einem etwa 5jährigen Mädchen zugestiegen. Der Bub hatte einen Roller dabei. Die Frau sagte den Kindern, sie sollen sich setzen und wies auf freie Plätze. Das Mädchen setzte sich, der Bub blieb neben der Tür mit seinem Roller stehen. Bei der nächsten Haltestelle zeigte sich, dass der Bub den Ausgang behinderte, worauf die Mutter in freundlichem Ton die Aufforderung wiederholte: “Jona, setz dich bitte!” Jona tat es wieder nicht, worauf die Mutter den Roller an sich nahm, so war der Ausgang etwas weniger behindert. Die Mutter stand übrigens die ganze Zeit neben den Sitzplätzen, die sie offensichtlich für sich und Jona zugedacht hatte, und hielt jetzt auch noch den Roller in der Hand. Sie machte weiterhin keine Anstalten, ihre Aufforderung durchzusetzen. Nun erhob sich die Tochter kurz von ihrem Sitzplatz – eigentlich zog sie sich nur etwas an der Haltestange hoch – worauf die Mutter sie, ohne Anrede, anbrüllte, sie solle sitzenbleiben. Die Situation war aber in keinem Augenblick gefährlich, im Gegensatz zu der des Buben. Als endlich alle drei ausgestiegen waren, blieb mir das Bild von der Ungleichbehandlung beider Kinder noch lange schmerzlich vor Augen.

“Sind Frauen zu Töchtern strenger als zu Söhnen”, wurde eine Expertin gefragt. “Natürlich”, sagte die britische Psychoanalytikerin und Feministin Susie Orbach. Und weiter: “Ich glaube, Mütter tendieren intuitiv dazu, ihre Söhne Grenzen austesten zu lassen und ihren Töchtern Grenzen aufzuzeigen.”

 

Was mich betrifft, ich finde es keineswegs natürlich, das ohnehin schwächere, zumindest zartere Geschlecht auch noch strenger, ja unbarmherziger zu behandeln.

Vielleicht geschieht dies unbewusst oder aus der eigenen Erziehung, die man in der Kindheit erfahren hat, heraus. Gerade deshalb ist es wichtig, sich als Mutter auch einmal bewusst zu machen, was man tut.

Liebe Mütter, ihr könnt etwas gegen die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen, gegen die Unterdrückung der Frau in der Gesellschaft, gegen die Dominanz der Männer über die Frauen tun. Fangt bei der Erziehung der eigenen Kinder an!

Verfasst von Maria aus Meidling,65, pensionierte Heilpädagogin, verheiratet, Mutter einer Tochter und Großmutter von 2 Enkeltöchtern.

Schreiben Sie uns!

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Nein, das darfst du nicht angreifen!

Ui, wie die Zeit vergeht. Schon setzt sich ihr Baby auf und beginnt alles in seiner Umgebung zu erforschen. Da muss man schnell sein, aber Mütter haben da einen eigenen Instinkt. Wir greifen schon vorher hin, bevor die Vase fällt oder das Regal umstürzt! Wir sind Wonder Woman!

Und dann schwupps, dreht sich die kleine Maus um und beginnt zu krabbeln. Man glaubt immer, das wird noch dauern, so schnell geht das nicht – mitnichten. Jetzt ist der sechste Sinn gefragt und Beschäftigung. Alle gefährlichen Gegenstände sind zu sichern und alles was sich in Reichweite der kleinen Ärmchen befindet, sollte gepolstert oder aus Plastik sein.

Aber das ist eine spannende Zeit, die auf sie zukommt. Jetzt beginnt die intensive Interaktion mit dem Baby. Sie können alles erklären, denn die Kleinen interessieren sich für alles und jeden. Gehen sie raus in die Natur oder bummeln sie durch den Park. Genießen sie die Sonnenstrahlen, beobachten sie die Bienen und Schmetterlinge, sitzen sie mit nackten Füßen im Gras. Das sind unheimlich schöne Momente, die sie mit ihrem Kind genießen sollten.

Und erforschen sie gemeinsam mit ihrem kleinen Schatz die Welt! Sie werden sehen, dass Verbote, wie „du darfst das nicht“ oder „greif das nicht an“ nicht notwendig sind, wenn sie ihm alles erklären. Glauben sie mir, dass die Mäuse mehr begreifen, als wir ihnen zutrauen. Eine Erklärung, warum das gefährlich ist wirkt viel besser.

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Lockdown Müdigkeit

Liebe mitleidende Mütter, wir haben es zur Zeit einfach nicht leicht. Und nachdem die Pandemie immer noch nicht vorbei ist und die Zahlen auch nicht dafür sprechen, dass ein baldiges Ende des Lockdowns in Aussicht ist – da werde ich gleich noch müder. Es nervt das ständige Maske-Tragen. Meine Nase rinnt, meine Brille beschlägt, mein Gegenüber versteht mich nicht. Dann die geschlossenen Geschäfte – weil eben viele die Lockdowns nicht überlebt haben und geschlossen haben. Man kann nirgends hinfahren. Keine Entspannung in der Therme, kein lustiges Wochenende im Kletterpark,… Nichts! Und das nervt gewaltig. Und ich bin müde. Müde Maske zu tragen, müde vom Homeschooling, müde von der Enge zu Hause, müde vom Winter, der Kälte und dem Glatteis! Tröstlich ist, dass es allen so geht. Oder liege ich da falsch?

Aber ich versuche dagegen zu steuern. Macht mal eure Ohren auf. Hört ihr die Vögelchen zwitschern, seht ihr die kleinen grünen Knospen an den Ästchen? Frühling kommt. Ich genieße die warme Sonne auf meinem Gesicht, wenn ich einkaufen gehe und bleibe vor dem Geschäft noch ein bisschen stehe,n bevor ich die Maske aufsetze. Das tut gut. Ich lächle den Busfahrer durch die Maske an, aber er sieht es trotzdem und lächelt zurück. Ich amüsiere mich über zwei ältere Damen, die auf einer Bank sitzen und sich über ihre Enkelkinder unterhalten, wie süß die Kleine nicht lächelt und dass der Bub am Wochenende seine ersten Schritte gemacht hat.

Das Leben geht weiter. Man sieht es an jeder Straßenecke, hört es in Gesprächen, riecht es an der feuchten Erde, die endlich taut. Frühling kommt! Und mit ihm die Hoffnung. Auf ein Leben nach der Pandemie, auf die Sonne, die Wärme und ein normales Leben mit allem was dazu gehört.

Mädels wir schaffen das!

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Endlich Halbzeit!

Ein Plädoyer für den Mittagsschlaf

Mein Enkerl, das Kindergartenkind im Lockdown, hält im Kindergarten kein Mittagsschläfchen mehr. “Ich bin ja schon groß”, bekommt man auf Nachfrage zu hören. Doch müde ist es mittags trotzdem. Es reibt sich die Augen und ist nicht mehr so zufrieden. Neulich war ich um diese Zeit gerade bei den Kindern. Es ist mir gelungen, das Enkelkind mit mir hinauszulocken: “Der Buggy wartet schon auf eine kleine Ausfahrt, und vielleicht gibt es ja einen guten Kaugummi im Supermarkt.” Nach kurzer Zeit an der frischen Luft wurde das Enkelkind vom Schlaf übermannt. Den Kaugummi hat die Omi trotzdem gekauft. Beim Zurückkommen in die Wohnung waren wir beide erfrischt. Unser Schulkind konnte inzwischen in Ruhe seine Aufgaben machen und danach am Sofa mit einem Buch chillen.

Die Zeit für die Mittagsruhe bietet sich zwischen 12 und 14 Uhr an, damit die Nachtruhe rechtzeitig beginnen kann. Denn wenn das Schläfchen unserer Dreijährigen zu spät beginnt, müssen es die Eltern am Abend erdulden. Gut ist, wenn das Kind schon eine warme Suppe oder ein anderes Mittagessen im Bauch hat. Dann schläft es sich wunderbar, was meistens gelingt. Wichtig ist auch, dass es im Kinderwagen oder Buggy schön warm und windgeschützt ist, das erleichtert auch das Einschlafen. Meist reicht ein Nickerchen von 25 -30 Minuten.

Einmal am Tag hinausgehen tut Mutter – auch der Oma – und dem Kind gut. Beide erholen sich. Wenn die Augen nach dem kurzen Schläfchen wieder aufgehen, ist die Freude auf beiden Seiten wieder groß.

Verfasst von Maria aus Meidling, 65, pensionierte Heilpädagogin, verheiratet, Mutter einer Tochter und Großmutter von 2 Enkeltöchtern

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Limbo spielen

Kinder spielen gerne. Besonders gerne spielen sie mit ihren Eltern oder ihren Geschwistern. Bei uns im Mutter-Kind-Haus wohnen neben Schwangeren viele alleierziehende Mamis, die mit ihren Kids gerne spielen, z.B. Limbo.

Wie spielt man das?

Zwei Stühle im Abstand von einem Meter aufstellen, jeweils ein paar Bücher auflegen, einen Besenstiel quer drüber, fetzige Musik – und dann kann es losgehen! Der Tänzer/die Tänzerin beugt den Oberköper nach hinten, geht in die Knie und wandert unter den Besenstiel durch. Nach jeder erfolgreichen Runde wird ein Buch weggenommen.

Vergessen Sie nicht, Ihr Kind nach dem Spiel zu loben! Denn Limbo ist gar nicht so leicht!

Und welche Spiele kennen Sie?

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Hören Sie Ihrem Kind zu

Nie werde ich den traurigen, resignierten Gesichtsausdruck des kleinen Jungen vergessen, der gerade den Bus verließ. Die ganze Fahrt lang hatte er versucht, seiner Mutter, die ihn offensichtlich von der Schule abholte, zu erzählen, was er gerade erlebt hat. Mami stieg ein, mit dem Handy am Ohr. Sie telefonierte pausenlos während der mehr als 20 Minuten dauernden Fahrt, ohne sich auch nur eine Minute dem Kind zuzuwenden, obwohl der Bub immer wieder versuchte, sie anzusprechen, indem er sie am Ärmel zupfte. Mami telefonierte und telefonierte, auch nach dem Aussteigen aus dem Bus. Die traurigen Augen des Kindes machten auch mich traurig. Kinder, die im Elternhaus nicht beachtet werden, wenden sich später offenen Ohren außer Haus zu. Und die können zu gefährlichen Verlockungen führen. Hören Sie Ihrem Kind zu.

Eine Großmutter

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Wünsche zum Muttertag

Der Muttertag war immer schon der Tag, an dem sich Mami zurückgelehnt hat. Das Frühstück wurde ans Bett serviert, die Decke lag schon auf der Couch, gleich neben der Fernbedienung und der DVD mit dem Lieblingsfilm.

Was wünschen wir Mamis uns heute, in einer Zeit die für alle sehr herausfordernd ist?

In erster Linie wahrscheinlich Gesundheit für unsere Liebsten – und dass die Krise bald vorbei ist und wir wieder in einen normalen Alltag starten können. Aber das wird noch ein Weilchen dauern.

Also was wünsche ich mir dann?

Ein bisschen Ruhe, ein wenig Zeit, mich zurückzuziehen, allein zu sein. Ich liebe die Zeichnungen meiner Tochter. Sie drücken immer das aus, was sie gerade beschäftigt. Ein Strauß Maiglöckchen, der duftet so herrlich im Wohnzimmer. Ein paar Augenblicke im Liegestuhl, wo mir die Sonne ins Gesicht scheint.

Mehr brauche ich nicht.

Und was wünschen Sie sich zum Muttertag?

Schreiben Sie uns!

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Zeit für die Mama

Wer kleine Kinder hat, weiß wie wertvoll plötzlich 10 freie Minuten sind, um den Geschirrspüler ohne Unterbrechung auszuräumen oder die farblich sortierte Wäsche einzuräumen, bevor sie wieder durcheinander gerät oder die WhatsApp Nachricht der Freundin gleich zu beantworten. Wir Mütter lieben unsere Kleinen und doch sehnen wir uns hin und wieder nach Zeit, die einfach nur uns gehört. Doch das ist gar nicht so leicht! Denn nicht jede Mama ist mit einer liebevollen Oma gesegnet oder kann sich regelmäßig einen Babysitter leisten.

Daher ist folgende Idee ein wunderbares Modell für 2 oder 3 Freundinnen, die einander helfen wollen. Einmal in der Woche übernimmt eine der Freundinnen für z.B. 3 Stunden alle Kinder der anderen und lädt sie zum Spielen zu sich nach Hause ein. Es wird gemeinsam gespielt, gesungen, gemalt. gejausnet…. und zum Schluß auch aufgeräumt. Dafür gibt es dann für jedes Kind eine Überraschung wie etwa ein Ü-Ei oder ein Pixi Buch oder einen Glitzerstift….

Die beiden anderen Mütter haben in diesen 3 Stunden Zeit für sich und sollen diese auch für sich nutzen! Spazieren gehen, im Kaffehaus einen lieben Menschen treffen, ab ins Schwimmbad oder die Bücherei…. was immer Mama braucht ist gut!

Nach dieser Exclusivzeit sind die Nerven der Mamas ohne Kinder wieder stark wie Drahtseile und die Mama, die auf die Kinder aufgepasst hat weiß, die nächsten 2 Wochen hat sie je 3 Stunden für sich allein! Das funktioniert in der Praxis wirklich gut und ich kann es von Herzen weiter empfehlen! Mamas verhelft euren Kindern zu Spielenachmittagen und euch selbst zu freier Zeit, denn auch Mütter haben ein Recht auf Zeit ohne die lieben Kleinen!

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?

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Projekt Collegialität

Nachdem die ersten und vorab wichtigsten Projektplanungs- und Umsetzungsphasen abgeschlossen waren, konnte bereits Anfang September dieses Jahres die erste Bewohnerin mit ihrem Kind in das neue Projekt „Collegialität“ des Mutter-Kind-Hauses der St. Elisabeth-Stiftung einziehen. Mittlerweile füllen sich die Wohnungen und das Konzept findet seine praktische Anwendung.

Gesamt werden vorerst während der Projektdauer sieben Wohnungen in Wien für Mütter mit Kindern zur Verfügung gestellt, die den sogenannten Aufenthaltstitel „Rot-Weiß-Rot-Karte plus“ oder eine EU-Staatsbürgerschaft besitzen. Seit Beginn des Projekts wird in unserem multiprofessionellen Team der Fokus auf das Erlangen von Erwerbstätigkeit und der Verbesserung der Deutschkenntnisse gelegt. Somit ist es von Anbeginn unser Ziel, durch die professionelle Begleitung und Unterstützung in den verschiedensten Lebenslagen, im Sinne der Arbeitsmarktintegration und der sozialarbeiterischen Betreuung das eigenständige und nachhaltige Wohnen in einer eigenen Wohnung zu ermöglichen. Dazu gehört neben der arbeitsintegrationsspezifischen Begleitung und der Betreuung in aktuellen Thematiken des Alltags wie finanzielle Grundsicherung, Rechtsangelegenheiten, Gesundheit, Erziehung und Kinderbetreuung, etc. auch die Unterstützung in sozial und gesellschaftlich relevanten Problemstellungen, die als alleinerziehende Mutter und erwerbstätige Frau mit oft geringem sozialen Rückhalt einhergehen.

Die Stärkung der Mütter und in Folge dadurch auch der Kinder, die Hilfe zur Selbsthilfe und die Eröffnung der Möglichkeiten, durch einen betreuten Wohnplatz in unserem Projekt neue, individuelle Wege im eigenen Leben zu beschreiten, gibt dabei sowohl den Müttern als auch uns als Team stetig neue Motivation.

In diesem Sinne – Individualität, Lebenserfahrung und Mut als Schlüssel zur persönlichen Erfolgsgeschichte!

Haben Sie Fragen zu unserem neuen Projekt?

Schreiben Sie uns!

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Mein Kind macht mich wahnsinnig

Keine Angst meine Damen, dieses Gefühl ist ganz normal. Ein Baby zu haben ist nicht nur die schönste Erfahrung, sondern auch die anstrengendste.

Man kann nie wieder tun, was man will oder wann man will!

Aber dann dieses strahlende Lächeln, die leuchtenden Augen, ausgestreckte Arme, die dich umarmen – es gibt nichts Schöneres.

Jede Mami hat nicht nur einmal das Gefühl, es geht nicht mehr, ich kann nicht mehr. Aber es geht immer. Als Mama hat man versteckte Reserven, die werden wie auf Knopfdruck aktiviert, wenn man nicht mehr weiter kann. Vor allem nach durchwachten Nächten, weil das Kind krank ist, Bauchweh hat oder einfach nicht schlafen will. Wir schaffen das, meine Damen, denn wir sind Mütter! Und Mütter sind immer da, können alles, schaffen alles und haben immer noch Zeit für ein ausgiebiges Kuscheln mit unseren lieben Kleinen.

Aber von einem müssen sie sich verabschieden: sie werden nie wieder alleine sein – weder unter der Dusche, noch auf der Toilette, denn „your Baby is watching you!“

Wir freuen uns über ihre Erfahrungen des Mutterseins :).

Schreiben Sie uns!

Foto: Amber McAuley/pixabay

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