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Der berühmte Neurowissenschaftler Christian Keysers meint „Das Leiden anderer aktiviert unser eigenes Schmerzsystem, so als würden wir den Schmerz selbst empfinden“. Das Wohlergehen anderer Menschen ist uns wichtig und wenn es den Anderen schlecht geht, geht es uns genauso schlecht. Und wer von uns möchte schon, dass es ihm schlecht geht? Nicht ohne Grund steigt unsere Spendenbereitschaft bei Naturkatastrophen wie Tsunami, Erdbeben oder Hochwasser. Wir fühlen mit den Betroffenen mit und können uns in ihre Notsituation sehr gut versetzen.

Was sind aber die Beweggründe für das Spenden oder Nicht-Spenden der ÖsterreicherInnen? Mit diesem Thema hat sich der Fundraising Verband Austria im letzten Spendenbericht näher auseinandergesetzt. Hier ein paar Eckdaten.

Seit Jahren sind Kinder (23%) die Nummer 1 bei den häufigsten Spendenzielen der ÖsterreicherInnen, gefolgt von Tieren (21%), Katastrophenhilfe im Inland (17%) und Obdachlosen/BettlerInnen (16%).

Spendenziele-Österreicher 2018-St.Elisabeth-StiftungMeistens sind es persönliche Gründe, die uns dazu bewegen, für eine Organisation Geld zu spenden. Oft sind es neben Emotionen, sozialer Verantwortung auch die Sympathie für eine Organisation. Einige der Spender, mit denen wir als St. Elisabeth-Stiftung persönlich gesprochen haben, sagten zu uns

„Ich spende an die St. Elisabeth-Stiftung, weil ich genau sehe, wofür meine Spende verwendet wird. Ich kann auch persönlich vorbeikommen und mir ein Bild von Ihrer Arbeit machen. Das was Sie machen, macht wirklich Sinn.“

Das ist uns auch sehr wichtig. Aus dem Grund veranstalten wir u.a. den Tag der offenen Tür, um unsere Arbeit an konkreten Beispielen zu zeigen. Für jeden potentiellen Spender oder Interessenten steht unsere Tür offen.

Für uns ist es sehr gut nachvollziehbar, dass die Gewissheit, dass mein Geld für gute Zwecke eingesetzt wird, eine sehr wichtige Rolle bei den Spendern spielt. Schließlich möchte man das eigene Geld sinnvoll investieren. Das Österreichische Spendengütesiegel steht übrigens als Qualitätszeichen einer spendensammelnden Organisation für Transparenz und Vertrauen und ist für einen Spender ein Anzeichen für ihre Seriosität.

Geschlechterspezifisches Verhalten

Die Spendenmotive können auch nach dem Geschlecht differenziert werden. Die Tatsache, dass „ich es mir leisten kann“, ist für rund 41% der Menschen, überwiegend Männer, ein wichtiges Spendenmotiv. Sie spenden durchschnittlich rund 122 Euro. Frauen dagegen, die mehr Mitleid, Solidarität mit Armen und Schwachen empfinden, spenden im Durschnitt 106 Euro.

Welches Bundesland spendet am häufigsten?

In einem Bundesländervergleich schneidet Salzburg, Tirol und Vorarlberg (77%, 139 Euro pro SpenderIn) am besten ab. Dort wird am meisten für die Tiere und die Katastrophenhilfe im Inland gespendet. Die zweite Stelle belegen die Steiermark und Kärnten (66%, 100 Euro pro SpenderIn). In Wien spenden 54% der BewohnerInnen (80 Euro pro SpenderIn) an Kinder und Obdachlose, während in Niederösterreich und Burgenland 54% (123 Euro pro SpenderIn) neben den Kindern auch für die Katastrophenhilfe im Inland spenden. Oberösterreich belegt den letzten Platz mit 50% und 119 Euro pro SpenderIn. Als Spendenzweck werden Kinder und die Tiere angegeben.

Weltweites Ranking

Im internationalen Vergleich bewegt sich Österreich seit Jahren im Europäischen Mittelfeld mit einer Pro-Kopf-Spende von 75 Euro. Wir sind noch keine Spendenweltmeister, die Richtung stimmt aber und der Wille. Immerhin ist seit Jahren ein leichtes Wachstum im Spendenaufkommen der ÖsterreicherInnen zu beobachten. Nur weiter so!

Mit jeder Spende an die St. Elisabeth-Stiftung schenken Sie Schwangeren, alleinerziehenden Müttern und Familien in Not Hoffnung auf eine bessere Zukunft!

Ihre Hilfe macht Menschen Mut!

Elisabeth Stiftung

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