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Was feiern wir zu Mariä Empfängnis?

Seit 1955 ist in Österreich der 8. Dezember – in der Nazizeit abgeschafft – wieder ein gesetzlicher Feiertag, wie schon ca. 400 Jahre zuvor. Die meisten Menschen in unserem Land haben arbeitsfrei, die Schüler schulfrei.Der Inhalt des Fests hat nichts, wie oft irrtümlich angenommen, mit der Jungfrauengeburt des Jesuskindes durch Maria zu tun.

Der alte Name des katholischen Feiertags, “Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria”, sagt schon eher aus, was gemeint ist. “Erbsünde” heißt, dass – ab dem Sündenfall von Adam und Eva und der Vertreibung aus dem Paradies – das Freundschaftsband zwischen Gott und den Menschen beschädigt worden ist. Der Schaden wird seither von Generation zu Generation weitergegeben, quasi vererbt. Seither herrscht allzu oft Angst unter den Menschen statt Liebe. Statt auf Gott zu vertrauen, will der Mensch selber seine – bedrohte – Existenz absichern. Das sind die Auswirkungen der Erbsünde.

Die Kirche geht davon aus, dass Gott bei Maria, als diese gezeugt wurde, eine Ausnahme gemacht hat. Nur so konnte Maria in ungetrübter Freundschaft mit Gott leben, ihm ganz vertrauen und später den Gottessohn Jesus empfangen.

Für Gott ist nichts unmöglich! Das haben schon die gläubigen Eltern Marias, Joachim und Anna, als sie schon älter und noch immer kinderlos waren, erfahren.

Die Legende erzählt, dass diese sehr unter der Kinderlosigkeit gelitten haben. Als dem gläubigen Juden Joachim deswegen sogar das Opfer im Tempel verweigert wurde, kehrte er betrübt zu seinen Herden zurück. Im Traum erscheint ihm ein Engel, der ihm verkündet, dass seine Frau Anna eine Tochter zur Welt bringen wird, die Maria heißen soll. Joachim eilt nach Jerusalem zurück. An der goldenen Pforte des Tempels begegnet er seiner Frau Anna. Auch sie hatte eine Erscheinung des Engels. Überglücklich teilen sie sich die frohe Nachricht mit.

Ist das nicht eine schöne Erzählung?

Ich wünsche Ihnen einen schönen, liebevollen, vorweihnachtlichen Feiertag!

Verfasst von Maria aus Meidling, 65, pensionierte Heilpädagogin, verheiratet, Mutter einer Tochter und Großmutter von 2 Enkeltöchtern

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Elisabeth Stiftung

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