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Runder Tisch 2021

Vor kurzem fand ein virtueller Runder Tisch zum Thema „Unsicherer Aufenthalt – Perspektiven für das Kindeswohl“ statt. Durch die Organisation von `gut begleitet – Frühe Hilfen` haben sich über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im virtuellen Konferenzraum getroffen und über das wichtige Thema des unsicheren Aufenthalts diskutiert.

Impulsvorträge fanden zu folgenden Themen statt:

  • Nicht versicherte Geburten
  • Unsicherer Aufenthalt: Hineingeboren ohne Perspektive
  • Familien in der Warteschleife: Fallbeispiele aus der Familienbegleitung
  • Rechtliche Aspekte aus Sicht der Kinder- und Jugendhilfe

Auch im Jahr 2021 ist es in Österreich so, dass es viele Frauen gibt, die schwanger und nicht versichert sind. Daraus ergeben sich erhebliche Probleme, die von der medizinischen Versorgung während der Schwangerschaft bis hin zur Finanzierung der Geburt reichen.

In Österreich ist es gesetzlich geregelt, dass jede Frau, deren Geburt kurz bevor steht, in einem Krankenhaus aufgenommen werden muss. Das Problem ist aber, dass sie ohne Versicherung, die Kosten der Geburt und Behandlung selbst tragen muss.

Umso wichtiger ist, dass alles getan wird, um den Frauen eine Versicherung zu ermöglichen; entweder durch eine Anstellung, eine Mitversicherung oder eine Selbstversicherung.

Die Versicherung hängt fast immer mit dem fehlenden Aufenthaltstitel der Frau zusammen. Auch wenn der Mann und/oder Kindesvater hier einen gesetzlich geregelten Aufenthalt hat und/oder einen Job, ist es oft nicht möglich, dass auch die Frau einen Aufenthaltstitel und eine Versicherung bekommt.

Diese unsichere Situation belastet nicht nur die Psyche der gesamten Familie. Der unsichere Aufenthalt bringt eine Vielzahl an Folgeproblemen sozialer und wirtschaftlicher Natur mit sich. Meistens sind nicht einmal die Basisbedürfnisse (Wohnen, Schlafen, Essen,…) gesichert. Daraus folgt Unsicherheit, Unzufriedenheit und oft auch Gewalt in der Familie, die verschiedenste Formen annehmen kann. Diese unsichere Situation während der Schwangerschaft hat auch massive Auswirkungen auf die psychische und körperliche Entwicklung des Kindes.

Gerade in dieser Situation ist das Hauptaugenmerk auf das Kindeswohl zu legen. Kinder sind immer die Leidtragenden sowohl in physischer als auch psychischer Hinsicht.

Auch wenn man sich das in der heutigen Zeit nicht vorstellen kann, aber es gibt immer noch Kinder in Österreich, die hungern oder von Obdachlosigkeit bedroht sind.

Durch die rege Teilnahme gab es am Ende noch einen sehr intensiven Austausch und es konnten viele neue Kontakte zur wienweiten Vernetzung und Kooperation geknüpft werden.

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