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Umgang mit Spielzeug

Weihnachten ist schon wieder ein Monat her. Wie gehen Ihre Kinder/Enkel mit den Spielsachen um, die sie bekommen haben? Wird damit noch begeistert gespielt? Oder liegen sie schon wieder in einer Ecke und verstopfen den Wohnraum? Ich hab neulich beim Spazierengehen meine Schwestern, lauter junge Omis, dazu befragt. Eine meinte, um das Interesse des kleinen Kindes am Spielzeug hochzuhalten, braucht es den Erwachsenen, der eine Zeitlang mitspielt, dann „lebt“ der Gegenstand. Das ist auch meine Erfahrung. Wenn für die Puppe oder den Teddybären gemeinsam ein Name gefunden wurde oder das Auto schon öfter in die Schuhschachtel – sprich: Garage vom Opa – gefahren ist, bekommt das Ding eine „Geschichte“, und es wird mit erfreulichen Erlebnissen besetzt.

Die andere Schwester erzählte von ihrer Tochter, die ein rotierendes System eingeführt hat: In ihrem Abstellraum ist ein Regal mit 4 Spielkisten, gefüllt mit je einem Buch, mit Stofftieren und mindestens einem Holzspielzeug zum Hantieren. Alle 2 Tage kommt eine neue Box ins Kinderzimmer. So bleibt das Interesse ihrer bald 2-Jährigen an den Spielsachen wach und der Wohnraum überschaubar. Denn beim Spielzeug, wie bei vielem anderen auch, gilt: weniger ist mehr. Die Lieblingspuppe “Mali” oder der Teddy “Bruno”, der auch ins Bett mitkommt, darf natürlich immer präsent bleiben.

Wenn das Kind trotzdem kein Interesse an einem bestimmten Spielzeug zeigt, dann ist es eben nicht – oder noch nicht – das richtige. Vielleicht kann man mit Einverständnis des Kindes einem anderen Kind damit eine Freude machen.

Übrigens: zu einem angeregten Spiel braucht das Kind nicht unbedingt Spielzeug. Dinge aus dem Alltag oder aus der Natur – alles kann anregend zum Spiel sein.

Hier zB gibt es jede Menge Anregungen dazu: https://mailchi.mp/aa3d86b01201/kinderatelier

Verfasst von Maria aus Meidling, 65, pensionierte Heilpädagogin, verheiratet, Mutter einer Tochter und Großmutter von 2 Enkeltöchtern

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Eine Nikolaus-Geschichte

Heute erzähle ich euch eine Geschichte, wie sie sich vor fast 2000 Jahren in einem fernen Land – wo jetzt die Türkei ist – zugetragen haben könnte. Dort lebten drei hübsche Schwestern Lydia, Azra und Miray mit ihren Eltern in großer Armut. Die Mädchen waren sehr traurig. Nicht so sehr, weil sie arm waren, sondern weil der Vater aus dieser Not heraus beschlossen hatte, seine Töchter zu verkaufen. Damals war es leider so, dass arme Mädchen keine Chance hatten, zu heiraten. Und sie wünschten sich doch so sehr, eine eigene Familie und Kinder zu haben. Es war nicht so, dass sich keine jungen Männer für sie interessiert hätten – im Gegenteil! Lydia, die Älteste, war sogar schon in den hübschen jungen Bäcker von nebenan verliebt, und er in sie.

Von dem Unglück der drei jungen Frauen erfuhr der Pfarrer Nikolaus. Dieser hatte zuvor eine größere Erbschaft gemacht. Weil er aber ein frommer Mann war, begann er, sein Vermögen mit den Armen zu teilen. Und weil er auch bescheiden war, wollte er unerkannt helfen. Das Schicksal der schönen, aber armen Mädchen ging ihm sehr nahe. So schlich er sich nachts zum Haus der Familie. Da fand er das Fenster zu dem Zimmer der Mädchen leicht geöffnet. Darum konnte er ein großes Goldstück ins Zimmer werfen. Lydia, die Älteste, war somit gerettet und konnte sich verloben. Am nächsten Morgen lag wieder ein Klumpen Gold im straßenseitigen Zimmer der Mädchen – und Azra, die zweitälteste Tochter war auch gerettet.

In der dritten Nacht legte sich der Vater auf die Lauer, weil er neugierig war. Und siehe da – als es ganz dunkel war, hörte er von draußen Schritte, und schon bald plumpste wieder ein großes Stück Gold durch das Fenster. Daraufhin lief der Vater nach draußen. Dort erkannte er Nikolaus als den Wohltäter für seine Töchter. Der Vater bedankte sich ganz herzlich bei ihm für seine großzügige Hilfe. Denn mit dieser Mitgift wird er Lydia, Azra und Miray glücklich verheiraten können. Nikolaus aber bat ihn: “Das soll unser Geheimnis bleiben!” Aber wie das mit den Geheimnissen so ist – diese verbreiten sich bekanntlich am schnellsten. So kam es, dass diese Geschichte vom späteren Hl. Bischof Nikolaus bis heute erzählt und weitererzählt wird…

Nikolaus-Geschichte, ausgedacht von Maria aus Meidling, 65, pensionierte Heilpädagogin, verheiratet, Mutter einer Tochter und Großmutter von 2 Enkeltöchtern, angelehnt an die Legende mit den drei Jungfrauen

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Was wünschst du dir?

Liebe Mütter kennen Sie diese Situation? Es gibt so viele Feste, die im Jahreskreis gefeiert werden wollen, etwa Weihnachten oder Geburtstage und schon taucht die damit verbundene Frage auf “Was wünschst du dir?”. Entweder sind Sie mit einem Kind gesegnet, das sofort einen angemessenen Wunsch parat hat, oder bei Ihnen wohnt ein ebenso glückliches dafür stets wunschloses Kind oder etwa eines dessen Wünsche sich stets ändern oder Sie haben all das unter einem Dach.

Um das Geschenke finden streßfreier zu gestalten ist vor Jahren in unser Haus eine Wunschbox eingezogen. Dazu brauchen Sie eine leere Taschentuchbox, etwas Buntpapier, Kleber, Stifte oder Sticker. Gemeinsam mit den großen und kleinen Kindern verziert man nun nach Lust und Laune diese Box und stellt sie anschließend an einen Platz, der für alle Kinderhände gut erreichbar ist. Man legt kleine Zettel und einen Stift daneben und schon ist sie fertig. Dort wo früher Taschentücher raus kamen, dürfen jetzt Wünsche hinein!

Wenn nun eines der Kinder einen Wunsch hat, schreibt es diesen auf den Zettel und wirft ihn in die Box. Fordern Sie ihre Kinder auf, die Augen offen zu halten und möglichst genau den Wunsch zu formulieren. z.B. den Titel und auch den Autor eines Buches zu nennen. Kleinere Kinder zeichnen ihre Wünsche einfach auf. In regelmäßigen Abständen setzen Sie sich gemeinsam mit den Kindern gemütlich zusammen, öffnen die Box und lesen all die gesammelten Wünsche. Sie werden staunen, was da alles geschrieben steht! Das können oftmals ganz kleine Dinge des Alltags sein, wie etwa “eine neue Trinkflasche”, “Socken OHNE Muster” oder “den gleichen Glitzerschleim wie meine Freundin”.

Natürlich finden sich auch unleistbare Wü